Ein Fehler, den viele Eltern vor dem Schulstart ihres Kindes machen

Veröffentlicht am 5. April 2026 um 14:27

Viele Eltern wollen ihr Kind natürlich bestmöglich auf die Schule vorbereiten. Also üben sie den eigenen Namen, schreiben erste Zahlen oder lesen vielleicht schon kleine Wörter.

Das wirkt vielleicht im ersten Augenblick sinnvoll. Ist es aber nicht. Denn Kinder scheitern in der Schule nicht daran, dass sie ihren Namen nicht schreiben können. Sie scheitern daran, dass sie sich nicht trauen, sich zu melden.

Dass sie nichts sagen, wenn jemand ihre Grenze überschreitet. Dass sie sich klein machen, wenn andere lauter sind.

Genau hier beginnt das, was später oft zu größeren Problemen führen kann, nämlich zu Mobbing.

 

Warum Vorbereitung auf die Schule oft am falschen Punkt ansetzt

Viele Eltern fragen sich:

Wie kann ich mein Kind auf die Schule vorbereiten?

Aber nicht: Wie kann ich das Selbstbewusstsein meines Kindes stärken?

Ich wohne in Schleswig-Holstein zwischen Neumünster und Plön in einem kleinen Dorf und hier sprechen mich Eltern genau darauf an.

Die Antwort ist einfacher, als viele denken:

Lesen und Schreiben lernen Kinder in der Schule. Dafür sind die Lehrer da.

Was Kinder dort aber nicht automatisch lernen, ist:

Selbstbewusstsein, Resilienz und sich selbst behaupten.

Und genau das entscheidet darüber, wie gut ein Kind wirklich in der Schule zurechtkommt.

 

Was Vorschulkinder also wirklich brauchen

Ein Kind, das seinen Namen schreiben kann, aber nicht „Stopp“ sagen kann, ist nicht gut vorbereitet.

Ein Kind, das rechnen kann, aber sich nicht traut, sich zu wehren, auch nicht.

Was Kinder stattdessen brauchen:

- sich klar ausdrücken können

- Grenzen setzen („Nein sagen ohne Angst“)

- sich behaupten, ohne aggressiv zu werden

- mit Unsicherheit umgehen können

- sich nicht klein machen (lassen)

Das ist Resilienz und eben genau die Grundlage für alles andere.

 

Warum der Schulstart ein entscheidender Moment ist

Der Schulstart ist mehr als ein neuer Abschnitt.

Er ist der Moment, in dem sich Gruppendynamiken bilden. Kinder beobachten sich gegenseitig sehr genau:

- Wer wirkt sicher?

- Wer passt sich an?

- Wer setzt Grenzen?

Hier entstehen oft die Rollen, die sich später verfestigen.

Deshalb ist Mobbingprävention bei Kindern nicht erst wichtig, wenn sie älter sind, sondern schon vor der Schule.

 

Prävention heißt Kinder stärken, bevor etwas passiert!

Viele Eltern suchen erst Hilfe, wenn ihr Kind bereits Probleme hat.

Wenn es nicht mehr zur Schule will.

Wenn es traurig ist oder ausgegrenzt wird.

Dann ist der Weg aber deutlich schwieriger.

Ein gutes Resilienztraining, wie ich es für Kinder in Schleswig-Holstein anbiete, setzt viel, viel früher an:

Es stärkt Kinder, bevor sie überhaupt in solche Situationen kommen.

 

Mein Standpunkt

Ich bin nicht dagegen mit unseren Vorschulkindern ihren Namen schreiben zu üben. Aber ich bin dagegen, die falschen Prioritäten zu setzen.

Ein Kind mit Selbstvertrauen lernt Lesen und Schreiben.

Ein Kind ohne Selbstvertrauen kämpft, auch mit guten Noten.

 

Was aber wirklich den Unterschied macht

Wir können unsere Kinder nicht vor allem schützen. Aber wir können ihnen etwas mitgeben, das sie ihr Leben lang brauchen:

- innere Stärke

- Selbstvertrauen

- und die Fähigkeit, sich im Leben zu behaupten

Oder anders gesagt:

Der größte Fehler ist nicht, deinem Kind nichts beizubringen.

Der größte Fehler ist, ihm das Falsche beizubringen.

Gerade vor dem Schulstart begleite ich Vorschulkinder gezielt dabei, sicher und selbstbewusst in die Schule zu starten.

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